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Wandern in Österreich: Stubaier Höhenweg

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© TVB Stubai Tirol/Andre Schönherr

In Österreich wimmelt es nur so von schönen Wanderwegen. Von einfachen Routen für die ganze Familie bis zu mehrtägigen anspruchsvollen Hüttentouren wie dieser: dem Stubaier Höhenweg. Diese Rundwanderung von etwa 120 km Länge und 8.000 Höhenmetern hat 8 Etappen und führt ausschließlich durch alpines bis hochalpines Gelände. Man kann den Stubaier Höhenweg von Berghütte zu Berghütte an einem Stück zurücklegen, oder sich immer nur eine Etappe der Wanderung vornehmen. Wandererfahrung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, ein gute Grundkondition sowie die richtige Ausrüstung sind unabdingbare Voraussetzungen für diese Wanderung. Aber es lohnt sich, denn der Stubaier Höhenweg ist einer der schönsten Höhenwege der Alpen.

Den Stubaier Höhenweg von der Starkenburger Hütte starten

Der Stubaier Höhenweg schlängelt sich durch das Stubaital in Tirol, nahe der Landeshauptstadt Innsbruck. Das Tal ist geprägt von schroffen Berggipfeln, von denen rund 100 über 3.000 Meter hinausragen. Der Rundwanderweg durchquert diese atemberaubende Landschaft und kann in zwei Richtungen begangen werden. Als Startpunkt dient die Innsbrucker Hütte oder die Starkenburger Hütte. In diesem Weblog folgen wir der Route von der Starkenburger Hütte (gegen den Uhrzeigersinn) oberhalb von Fulpmes. Als Aufstiegsmöglichkeit kann man zu Fuß einen steilen Weg von Fulpmes oder Neustift nehmen und die Hütte in knapp 4 Stunden erreichen, oder den Schlick2000-Lift nehmen und anschließend 1,5 bis 2 Stunden von der Bergstation zur Starkenburger Hütte laufen. Das Besondere an diesem Höhenweg ist übrigens, dass es von jeder Berghütte am Stubaier Höhenweg Auf- und Abstiegsmöglichkeiten ins Tal gibt.

Etappe 1: Starkenburger Hütte - Franz-Senn-Hütte

  • Aufstieg: 440 Höhenmeter
  • Abstieg: 530 Höhenmeter
  • Dauer: 7 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: mittel

Auf den Wegtafeln ist die Franz-Senn-Hütte bereits angegeben. Über das Seejöchl auf 2525 Metern geht es zum Sendersjöchl. Von dort führt der Weg steil in Serpentinen zur Roten Wand hinab. Hier geht es auf gleicher Höhe weiter zur bewirtschafteten Seducker Hochalm und zur Hohen Schöne. Dann muss ein weiteres steiles Stück in Richtung Villergrube und wieder hoch in den Steiniger überwunden werden. Nach einigen steilen Serpentinen bergabwärts erreicht man die Franz-Senn-Hütte.

Etappe 2: Franz-Senn-Hütte - Neue Regensburger Hütte

  • Aufstieg: 650 Höhenmeter
  • Abstieg: 500 Höhenmeter
  • Dauer: 3-4 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: nicht sehr schwierig

Diese Etappe ist eine der kürzesten des Stubaier Höhenweges und zugleich recht einfach. Es bleibt also genügend Zeit, um die Umgebung zu genießen. Von der Franz-Senn-Hütte geht es ohne großen Höhenunterschied in Richtung Kuhgschwetz. Von hier führt der Weg steil bergauf zur Unnütze Grübel und über einen Bergrücken. Dann folgt ein Abstieg mit anschließendem steilen Aufstieg zum Schrimmennieder. Hier lohnt es sich einen Pause für das Highlight der Etappe einzulegen, der Aussicht vom Basslerjoch auf den Stubaier Hauptkamm. Daraufhin geht es vom Schrimmennieder in vielen Kehren über die Milderaunalm hinab zur Neuen Regensburger Hütte.

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(Foto: © TVB Stubai Tirol/Andre Schönherr)

Etappe 3: Neue Regensburger Hütte - Dresdner Hütte

  • Aufstieg: 900 Höhenmeter
  • Abstieg: 850 Höhenmeter
  • Dauer: 7-8 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: herausfordernd

Dies ist eine lange und ziemlich schwierige Etappe. Von der Neuen Regensburger Hütte geht es zunächst durch das Tal und dann hinauf zum Falbesoner See. Vor dem Bergsee geht eine Abzweigung ab zum Grawagrubennieder. Ein steiler und unregelmäßiger Weg führt zu dem höchsten Punkt des Stubaier Höhenweges. Danach müssen von Felsrippen durchbrochene Hänge unter der Zunge des Grawawandferners überquert werden, bevor es wieder bergabwärts geht. Nun passiert man den Mutterberger See und wandert weiter zur Glamergrube und zur Wilden Grube. Auf dem Bergkamm Egesennieder kommt die Dresdner Hütte, das Ziel dieser Etappe, bereits in Sicht.

Etappe 4: Dresdner Hütte naar Sulzenau Hütte

  • Aufstieg: 400 Höhenmeter
  • Abstieg: 500 Höhenmeter
  • Dauer: 3-4 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: mittel

Während dieser Etappe kommt man in den Genuss einer traumhaften Aussicht auf den Stubaier Gletscher. Von der Dresdner Hütte geht es an der Mittelstation der Stubaier Gletscherbahn vorbei, wo man eine Brücke überquert und der Wegführung bergauf folgt. An einer Weggablung kann man die Route über den Trögler oder über das Peiljoch wählen. Die Route über den Trögler ist der schwierigste Weg zur Hütte, der nach einer 2-stündigen Gipfelbesteigung und einem steilen Abstieg mit Drahtseilversicherungen zur Hütte führt. Wenn es nass ist oder wenn es Schnee gibt, ist von dieser Route abzuraten. Die Strecke über das Peiljoch ist ebenfalls steil und mit Drahtseil gesichert, jedoch weniger intensiv.

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(Foto: © TVB Stubai Tirol/Andre Schönherr)

Etappe 5: Sulzenau Hütte - Nürnberger Hütte

  • Aufstieg: 650 Höhenmeter
  • Abstieg: 550 Höhenmeter
  • Dauer: 3-5 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: verschiedene Varianten

Diese Etappe gilt als die landschaftlich schönste, bei der mehrere Bäche überquert und mehrere Bergseen passiert werden müssen. Zuerst geht es zum größten See der Stubaier Alpen, dem Grünausee, ein wunderbarer Ort für eine Pause. Dann hat man die Qual der Wahl. Man kann den Weg über die Mairspitze nehmen, von wo aus man eine fantastische Aussicht auf weite Teile des Stubaier Höhenweges hat. Dieser Route ist besonders an schönen und trockenen Tagen zu empfehlen. Der andere Weg führt über Niederl. Wer wirklich eine Herausforderung sucht, kann aber auch über die Gamsspitzl (3050 m) laufen. Dies ist jedoch echt nur trainierten Bergsteigern anzuraten, da oft bis in die Sommermonate ein steiles Schneefeld überquert werden muss, was den Aufstieg ziemlich gefährlich macht.

Etappe 6: Nürnberger Hütte - Bremer Hütte

  • Aufstieg: 600 Höhenmeter
  • Abstieg: 450 Höhenmeter
  • Dauer: 3-4 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: mittel

Von der Nürnberger Hütte führt der Weg über ausgedehnte Felsplatten, die seit Jahren vom Gletscher geschliffen werden. Vorsicht ist geboten! Danach geht es steil hoch bis zum Simmingjöchl auf 2754 Metern. Oben angekommen beginnt auch schon wieder der Abstieg zur Bremer Hütte, die man hier bereits erblicken kann. Der Abstieg beginnt steil, wird aber flacher.

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(Foto: © TVB Stubai Tirol/Andre Schönherr)

Etappe 7: Bremer Hütte - Innsbrucker Hütte

  • Aufstieg: 800 Höhenmeter
  • Abstieg: 850 Höhenmeter
  • Dauer: 6-7 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: schwer

Diese ist schon die letzte Etappe des Stubaier Höhenweges. Allerdings hat sie es auch in sich! Im Voraus ist es sicher nicht schlecht, die Wettervorhersage zu checken, denn trockenes und klares Wetter macht auf dieser Strecke einige Passagen angenehmer. Es beginnt an der Bremer Hütte bereits mit einem schwierigen Abstieg durch einen über Seil und Steigbügel gut gesicherten 'Kamin' über dem Lauterer See. Weniger erfahrene Wanderer können auch den weniger intensiven Normalweg gehen, der unter der Materialseilbahn verläuft. Beide Wege führen auf das Trauljöchl. Nachdem die große Traulgrube durchquert wurde, gilt es danach wiederum einen mit Drahtseil gesicherten Aufstieg  an der Wasenwand zu meistern. Weiter geht es zur Pramarspitze. Von hier aus wird die Glättegrube durchquert und der letzte Berganstieg zum Sendesgrad angetreten. Am Fuße des markanten Berges Habicht führt der Weg leicht abfallend vorbei am Alfaier See bis zur Innsbrucker Hütte.

Etappe 8: Innsbrucker Hütte zurück ins Tal

  • Aufstieg: 0 Höhenmeter
  • Abstieg: 1400 Höhenmeter
  • Dauer: 3/4 Stunde
  • Schwierigkeitsgrad: nicht schwer

Entweder steigt man über die Karalm und das Pennistal bis ins Tal bei Neustift ab oder man nimmt auf halber Strecke ganz bequem den Elferlift nach unten.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Stubaier Höhenweges >

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Über Maria

Im Sommer trete ich meistens in die Pedale. Dann sind mein Bike und ich unzertrennlich. Am liebsten fahre ich aufwärts mit einer schönen Berghütte als Ziel, wo ich mir dann den verdienten Kaspressknödel so richtig schmecken lasse.